| Safety car |
Zum ersten
Mal kam das Safety Car (ein Porsche 914) 1973 beim GP von Kanada zum
Einsatz. Es sollte die Wracks einer Kollision von der Strecke räumen.
Heute wird das
Sicherheitsfahrzeug dazu genutzt, das Formel 1 Feld in die Aufwärmrunde
zu führen. Ebenfalls verwendet wird das Safety Car um das Rennen infolge
von Zwischenfälle zu neutralisieren, besonders oft kommt es bei
heftigem Regen und Unfällen zum Einsatz.
Wenn der Rennleiter das Safety Car auf die Strecke schickt, wird dies
rund um den Kurs mit "SC"-Tafeln signalisiert. Das Safety Car
setzt sich vor das führende Auto. Fahrzeuge, die gegebenenfalls zwischen
dem Safety Car und dem Führenden liegen, werden vorbeigewinkt und müssen
hinten an das Feld aufschließen.
Eine Runde, bevor das Safety Car wieder in die Boxengasse fährt, werden als Signal für die Piloten
die Warnlichter ausgeschaltet.
Bei starkem Regen am Start eines GP, kann auch hinter dem SC gestartet
werden. |
| Saugnapfeffekt |
| Das Verhalten der Luft
zwischen Unterboden und Streckenbelag. |
| Scheitelpunkt |
| Befindet sich im
innern der Kurve. Hier berührt die Ideallinie den inneren Kurvenradius.
Wird auch als Apex bezeichnet. |
| Schikane |
| Eine lange
Gerade wird oft durch eine Schikane langsamer gemacht, bzw. unterbrochen.
Es wird dann eine sehr langsame Kurvenkombination (rechts-links o.
umgekehrt) eingebaut, um die Geschwindigkeit zu drosseln. |
| Schleichender
Plattfuss |
| Ein Reifen,
aus dem, z.B. aufgrund eines kleinen Risses, langsam die Luft entweicht. |
| Schwerpunkt |
| Der Schwerpunkt eines
Fahrzeugs ist von großer Bedeutung. Je niedriger der Schwerpunkt ist,
desto besser. Durch einen niedrigen Schwerpunkt sinken die
Querbeschleunigungskräfte, die in Kurven auf das Auto wirken. Dadurch
sind höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich. |
| Seitenabweiser |
| Sie sorgen dafür, dass die
Luft teils den Kühlern zugeführt und teils zum Heck abgeleitet wird. Sie
bündeln den Luftstrom, der vom Frontflügel kommt und leiten ihn um die
Seitenkästen herum. Berühmt wurden sie 1999 in Malaysia, bei Ferraris
"Abweiseraffäre". |
| Seitenkästen |
| Sie
übernehmen mittlerweile die Funktion einer Knautschzone. Sie sind
Aerodynamisch sehr wichtig und beherbergen die Kühler. |
| Servolenkung |
| Der Einsatz
einer Lenkhilfe ist erlaubt. Ab der Saison 2002 darf diese jedoch nur noch
auf mechanischem Wege erfolgen und nicht mehr elektronisch. |
| Set-up |
| Englische
Bezeichnung für Einstellungen aller möglichen Variablen an einem
Rennwagen. Das Set-up ist immer abhängig von der Strecke und den
Wünschen des Fahrers. |
| Seven-post
rig |
| Englisch,
zu Deutsch: Siebenpfostenanlage. Sie dient Teams dazu, im Werk die
Bedingungen auf der Strecke mit einem Auto zu simulieren. Das Auto steht
auf der Anlage (den Pfosten) und ohne ein Rad zu bewegen kann das
vertikale Verhalten auf der Strecke mit Daten aus dem Computer
nachgestellt werden. |
| Side
Pods |
| Englisch,
zu Deutsch: Seitenkästen |
| Sitz |
| Nach einem Unfall
muss die Möglichkeit gegeben sein, den Fahrer samt seines Sitzes aus dem Wagen
bergen zu können. Der Sitz darf nicht mehr fest installiert sein. Damit
will man schweren Folgeschäden, z.B. bei Rückenverletzungen, vorbeugen. |
| Slicks |
| Zur Saison
1998 wurden
die Slicks von der FIA im Reglement verboten und es wurden Rillenreifen
eingeführt. Die Slicks haben
einen ähnlichen Aufbau wie jeder Straßenreifen, sie sind jedoch profillos und
haben eine wesentlich größere Aufstandsfläche. Bei Betriebstemperatur (ca.
90°) baut der Slick die optimale Haftung zur Fahrbahn auf, er
"klebt" förmlich auf dem Asphalt. |
| Slip
Angle |
Das ist der
Unterschied zwischen Lenkwinkel und eigentlichem Kurvenradius. Da sich die
Reifen beim Einlenken verformen, folgen Reifen und Felgen einer leicht
unterschiedlichen Richtung. Der Lenkwinkel ist somit enger als
Kurvenradius.
Auch die ungelenkten Hinterräder haben ihren eigenen Slip Angle. |
| Slide |
| Englisch, zu Deutsch:
rutschen. Das Auto rutscht über die Räder in einer Kurve. Manche Fahrer
nutzen ein slidendes Heck, um das Auto um die Kurve zu "werfen". |
| Slow
Puncture |
| Englisch,
zu Deutsch: schleichender Plattfuss |
| Spurbreite |
| Die
maximale Spurbreite beträgt seit 1998 180 cm. (Vorher 200 cm) |
| Stop-and-go
Pinalty |
| Diese Strafe wird für
unsportliches Verhalten verschiedenster Art ausgesprochen, z.B. für Frühstarts,
Blockieren eines Gegners oder zu schnellem Durchfahren der Boxengasse. Der
Fahrer muss dabei seine Box anfahren
und dort 10 Sekunden halten, bevor er weiterfahren darf. Während diesem
Stop dürfen keine Arbeiten am Auto vorgenommen werden. |
| Stabilisator |
| Er
verringert die Rollbewegung des Autos über die Längsachse. Sie bestehen
aus Dreh- oder Torsionsstäben, welche die linke und rechte Radaufhängung
mit variabler Elastizität verbinden. Bei unterschiedlichem Ein- und
Ausfedern der beiden Räder, z.B. in einer Kurve, wird der Stabi in sich
verdreht (Torsion) und leistet auf der eingefederten Seite einen
Widerstand |
| Stallregie
/ Stallorder |
| Jede Art von Stallregie, die
Einfluss auf den Rennausgang hat ist verboten. |
| Startaufstellung |
| Der Startplatz wird im
Samstags-Qualifying ermittelt. Die Autos stehen nach
Trainingszeiten gestaffelt im 8 Meter-Abstand versetzt zueinander. Man
muss beim Rennen 15 Minuten vor Startbeginn spätestens in die
Startaufstellung fahren, ansonsten muss man aus der Boxengasse starten. |
| Start |
30 Minuten vor dem Start wird
die Boxengasse geöffnet. Die Fahrer haben 15 Minuten Zeit, um ihre
Startplätze einzunehmen. Wer das Zeitlimit überschreitet, muss das
Rennen hinter dem Feld aus der Boxengasse aufnehmen. Bis zu diesem
Zeitpunkt ist es erlaubt das Auto auf der Strecke zu testen und
Veränderungen vorzunehmen. Der Pilot muss dabei logischer Weise durch die
Boxengasse fahren.
Bis 5 Minuten vor dem Start darf getankt werden, auf dem Startplatz
maximal zwölf Liter.
Bis 5 Minuten vor dem Start müssen die Reifen
aufgezogen sein.
Bis 15 Sekunden vor der Aufwärmrunde
darf am Auto in der Startaufstellung
noch gearbeitet werden.
Während der Formationsrunde
herrscht Überholverbot. Missachtung wird mit einem Stop-and-Go-Penalty
geahndet. Einzige
Ausnahme: Fährt ein Fahrer mit Verzögerung in die Aufwärmrunde los und wurde
nicht vom gesamten Feld überholt, darf er seine ursprüngliche
Startposition wieder einnehmen. Wird er vom gesamten Feld überholt, muss der Fahrer vom letzten
Startplatz starten. Das gleiche gilt für Fahrer, die einen Startabbruch
provozieren.
Nach einem Startabbruch erfolgt in etwa fünf Minuten später der Neustart. Das
Rennen wird wegen der zusätzlichen Formationsrunde um eine Runde verkürzt.
Im Fall starken Regens kann das Rennen hinter dem
Safety Car gestartet werden.
Bei einem normalen Start gehen, sobald das letzte Fahrzeug in der
Startaufstellung steht, nacheinander die fünf roten Lampen der Startampel im
Sekundentakt an. Gestartet werden darf, wenn alle roten Lampen erlöschen. |
| Startabbruch |
|
Signalisiert ein Fahrer im Feld Probleme, muss er die Hände heben und die Startprozedur
wird unterbrochen. Dies wird durch gelbe Flaggen an der Boxenmauer und ein
Blinklicht auf der Startampel angezeigt. Sollte es nach dem Start zu einem
schwerwiegenden Unfall kommen und die Fahrbahn/Strecke ist nicht mehr zu
befahren, so wird das Rennen abgebrochen und es erfolgt ein Neustart. |
| Sturmhaube |
| Zieht der
Fahrer zum Schutz vor Feuer unter den Helm und über den Kopf. |
| Superlizenz |
| Fahrerlaubnis
für die Formel 1. Wird erteilt, wenn man in ausreichend anderen
Rennklassen Erfahrungen gesammelt hat. Es gibt jedoch auch Ausnahmen und
eine Erteilung auf Bewährung. s.a. Lizenz |