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Die Kraft der Magneten

Wie man sehen kann sind Slot-Cars von Hause aus mit Magneten ausgestattet. In diesem Falle sieht man den Arrows der Firma SCX, der sogar auf den Kopf gehalten noch an der Fahrbahn "klebt". Eigentlich geht das bei reellen Formel 1 Wagen erst ab einer Geschwindigkeit von ca. 180 Km/h. Die Autos von SCX haben einen so starken Magneten, dass sie auch im Stand auf dem Kopf an der Strecke haften. Man kann sich vielleicht ungefähr vorstellen, welche Kurvengeschwindigkeiten mit solch einer Anziehungskraft möglich sind. Im Test waren die SCX Formel 1 Fahrzeuge die Schnellsten - über eine Runde gesehen.


 
Der Kraftakt
Die geringste Anziehungskraft entwickelten die Formel 1 Boliden von Ninco. Sie driften herrlich um die Ecken und sind auf der Geraden sauschnell. In den Kurven muss man etwas vom Gas gehen, was Feingefühl erfordert, um schnell zu sein. Auf der rauen Ninco Fahrbahnoberfläche sind sie aber gut zu kontrollieren. Man kann auf dem Bild sehen, dass das Auto auf dem Untergrund aufliegt, denn sonst könnte es sich nicht am Schraubenzieher halten.

Die Anziehungskräfte
Es gibt einen Steckplatz für den Magneten, der in etwa mittig unter dem Auto sitzt. Schraubt man den Boliden auf, so kann das Magnetgewicht leicht mit einem spitzen Gegenstand rausgedrückt und getauscht werden. Der Handel bietet die Magneten in verschiedenen Stärken an, so kann jeder Fahrer seinen Wagen individuell Abstimmen.

Übergewicht?
Eine weitere Möglichkeit wäre, zusätzliche Gewichte im Auto zu platzieren, um den Anpressdruck zu erhöhen. Das ließe sich auch bei den Fahrzeugen der Konkurrenz machen.


 
Gesundes Gleichgewicht
Auch bei den Scalextric Opel Astras befindet sich von Haus aus ein Magnet im Auto. Die Haftung des Magneten liegt zwischen dem der Nico Autos und dem der Wagen von SCX.

Die Flugeigenschaften
Hält man den Schraubenzieher daran, so kann das Auto vorsichtig angehoben werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit andere und zusätzliche Magneten zu installieren.

Die Platzfrage
Insgesamt kann man drei Magneten bzw. Gewichte im Auto unterbringen. Auch beim englischen Hersteller muss man die Karosserie abnehmen, um an die kleinen metallenen Helfer zu kommen.
Bei den Scalextric Opel Astra Coupés kann man durch die gewählte Magnetposition ein Übersteuern provozieren. Wählt man die Magnetposition ganz vorne, sind die Hinterräder mehr entlastet und das Heck meldet sich plötzlicher - mehr übersteuern tritt auf.
Man sollte sich etwas Zeit zum testen nehmen und wird schon bald eine, an seinen Fahrstiel angepasste Einstellung finden.


 
Überflieger
Die Wagen von Carrera können ebenfalls auf Grund der starken Magneten an einem Schaubendreher angehoben werden.

Schiebe-König
Der mittig sitzende Magnet ist in einer Art Schiene untergebracht, die ein schnelles und müheloses verändern der Magnetenposition zulässt. Durch diese schlaue Entwicklung braucht das Fahrzeug zum Ändern des Fahrverhaltens gar nicht erst aufgeschraubt werden. Wird der Magnet in der Stellung zur Hinterachse geschoben, steigert sich die Bodenhaftung des Fahrzeughecks. Somit können ohne großen Aufwand verschiede Fahreigenschaften erzeugt werden und der Wagen ist schnell an das Layout der Strecke angepasst.

Kontaktverlust
Die Magneten sind jedoch nicht so stark, dass sie ein Anfahren der Wagen in Schräglangen der Strecke (Carrera-Seilkurve) zulassen. Bei unseren Tests rutsche das Heck der Wagen auf der glatten Carrera Fahrbahn ab, und das führte unweigerlich zu einem Kontaktverlust zur Führungsschiene. Jedoch stellt das Verhalten kein großes Problem dar, denn der Wagen kann ja auf einem ebenen Streckenteil aufgesetzt werden.


 
Die Kletten
Kommen wir zum Schluss zu den "Kletten" aus dem Hause SCX.
Schon wenn man das Fahrzeug auf die Fahrbahn setzt, merkt man die enorme Stärke der Magneten. Setzt man zunächst den Wagen mit dem Schleifer auf die Bahn, schnappt einem das Heck durch die hohe Anziehungskraft praktisch aus der Hand. An einem Schraubenzieher lässt sich das Auto problemlos hochheben.
Bei SCX braucht man nicht die Karosserie demontieren, um an den Magneten zu gelangen. Er sitzt direkt vor dem Motor, unter dem Auto.

Aufgesetzt
Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Einerseits ist er leicht zugänglich, andererseits flutscht er beim Ein- und Ausbau immer wieder an die Motorenteile und lässt sich nur mit viel Widerstand fixieren. Ein weiterer Nachteil dieser Position ist, dass der Magnet bei den Scalextric-Fahrbahnen direkt auf den Leitschienen aufsitzt und somit ein Vorankommen verhindert oder zumindest stark beeinträchtigt (s. a. Kompatibilität der Bahnen untereinander). Natürlich können auch hier, Magnet verschiedener Stärke im Handel bezogen werden.


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